20. Dez 2019

Liebe Geschwister,

bevor das Jahr ganz zu Ende ist, noch mal ein paar Nachrichten von uns. Die große Hitze und Dürre hält weiter an. Wir hatten vor nun 12 Tagen den letzten Regen und es ist jeden Tag über 30 Grad und die Sonne ist nun, da sie direkt über uns steht, einfach sehr heiß.

Das Gras, was vor zwei Wochen anfing zu wachsen, verdorrt inzwischen schon wieder. Mensch und Vieh und Pflanzen sind am Schwitzen oder verdorren. Das macht uns schon sehr schwer zu schaffen. Aber wir können auch dankbar sein: Die Brunnen, die wir vor einem Jahr gebohrt hatten „retten uns“ jetzt und wir können weiterhin Gemüse anbauen und haben genug Wasser auch für die Ziegen und Rinder der Farm.

Außerdem nutzen wir die Gelegenheit um den Mitarbeitern und Nachbarn zu zeigen, was man auch bei so extremen Wetter noch tun kann: Das Mulchen ist jetzt überlebenswichtig. In dem Bild könnt Ihr ein Stück Maisfeld sehen, wo die linke Seite keine Mulch auf dem Boden hat, aber die rechte Seite dick mit trockenem Gras bedeckt ist. Das Bild zeigt nicht den wichtigsten Unterschied, aber in ein paar Tagen könnt Ihr ein kurzes Video auf der homepage anschauen, wo wir das genauer erklären: Unter der Mulch ist der Boden kühl und feucht und wo keine Mulch den Boden bedeckt, ist der Boden heiß und trocken.

Da es wirklich genug trockenes Gras in diesem Land gibt, ist es auch kein all zu großes Problem diese Mulch zu organisieren. Wir nutzen zur Zeit die Arbeitskraft von vier Schulkindern um das trockene Gras dort auszulegen, wo wir bisher noch keine Mulch hatten. Wir haben inzwischen jeden Tag neue Leute hier, die um Hilfe, bzw Arbeit fragen und so können wir wenigstens einigen helfen. Wir fangen in der Früh um 6 Uhr an mit der Arbeit und sehen zu, daß wir um 11 aus dem Feld kommen, denn es wird dann einfach zu heiß.

Wir möchten Euch herzlich danken, für Eure vielfältige Hilfe und Unterstützung in diesem ablaufenden Jahr. Eure Gebete, Eure Ermunterungen, Eure finanzielle Unterstützung macht die Arbeit hier möglich. Wir nutzen dieses extreme Wetter auch, um uns zu unterhalten, was machen wir, wenn wir z.B. für Regen beten, aber kein Regen kommt. Halten wir an Gott fest, weil Gott uns schenkt wofür wir bitten, oder halten wir an Gott fest um Gottes Willen? Ein wichtiges Beispiel hierfür gibt uns Moses: Gott hatte ihm eine „unmögliche“ Aufgabe gegeben, aber Moses bittet nicht …. laß uns bitte schnell und problemlos durch die Wüste ziehen, sondern er bittet….Herr zeige mir deine Herrlichkeit. O ja, eine gute Regenzeit täte uns wirklich gut, für ein Jahr, aber wenn wir mehr von Gottes Herrlichkeit, seiner Größe und Güte erfahren, dann bereitet uns das für die ewige Herrlichkeit vor

Und deshalb wollen wir Gott auch für alle Fürsorge in diesem Jahr danken und IHM vertrauen für das nächste Jahr.

Wir hoffen und beten, daß Ihr in dieser Hinsicht mit uns einig seid, damit durch Euer und unser Leben Gott geehrt und verherrlicht wird. In diesem Sinne einen gesegneten Abschluß 2019 und Anfang 2020

Eure Klaus und Christiane