März 2014

Twin Fountain und Good Hope Nachrichten März 2014

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Liebe Freunde

Nach neun Tagen in der Augenklinik in Dresden und weiteren neun Tagen Aufenthalt bei unserer Tochter Stefanie in der Nähe von Dresden, bin ich seit dem 13. März wieder hier auf Twin Fountain.
Es ist erstaunlich was die Medizin heute alles reparieren kann und ich bin dankbar, daß ich auf dem rechten Auge wieder sehen kann, wenn auch etwas verzerrt. Das liegt zum Teil daran, daß da ein Öl in meinem Auge die Netzhaut ordentlich andrückt, damit diese hoffentlich wieder gut anwächst. Wenn irgendwann in einigen Monaten dieses Öl herausgenommen wird, werden wir sehen, wie gut die Sicht des Auges wieder hergestellt ist. Ich habe mich einigermaßen an diese verzerrte Vision auf dem rechten Auge gewöhnt und es behindert mich nicht stark bei meiner Arbeit.

Danke allen Freunden, die mit uns gebangt und gebetet haben, daß das Auge wenigstens wieder halbwegs hergestellt werden kann.

Daß war das erste Mal in meinem Leben, daß ich mich in Sachsen aufgehalten habe. Ich muß zugeben, daß ich mir die sprachliche Verständigung etwas schwieriger vorgestellt hatte, aber es war kein Problem.
Am 15. April habe ich einen Termin in der Augenklinik zur Nachuntersduchung. Zu dieser Zeit wollten wir sowieso im Rahmen unserer Deutschlandreise im April bei Stefanie und ihrer Familie sein. Unsere Enkelin Freja wird drei Jahre alt. Das ist doch ein guter Grund zum Besuch. Ich freue mich schon darauf die sächsische Schweiz etwas grüner zu sehen als Anfang März.

Die Reisetätigkeit im April wird etwas eingeschränkt sein, da ich mir mit meiner gegenwärtigen Sicht das Autofahren am Besten verkneifen werde. Wir werden aber am 26. April zur Jahresversammlung des Good Hope Fördervereins in Wiesbaden sein.

Christiane hat weiterhin mal bessere mal nicht so gute Tage, aber sie ist in meiner Abwesenheit meistens gut zurecht gekommen. Lee Cairns, unsere Nachbarin, hat sie ab und zu besucht und auch mal nach Livingstone zum Einkaufen mitgenommen.

Hier hat natürlich einiges an Arbeit auf mich gewartet, aber unsere Leher und Farmangestellten haben gute Arbeit geleistet. Amadeus mein Neffe, von dem ich im Februar berichtete, hat sich inzwischen gut in die Verwaltung hier eingearbeitet und hat einiges verbessert und ich hatte dadurch keinen „Berg“ abzuarbeiten. Den Kurs „Weidelandwirtschaft“ den ich dieses Trimester lehre, hatte mein Kollege Davison Hangombe kurzfristig übernommen, sodaß ich auch da wieder leicht in die Arbeit kam. In drei Tagen am 28. März wird das erste Trimester schon zu Ende gehen.

Die Regenzeit war insgesamt sehr schlecht. Ich kann mich nicht erinnern unsere Bäche und Dämme im März je so trocken gesehen zu haben. Wenn nicht noch ungewöhnlich viel später Regen kommt, wird eine lange und schwierige Trockenzeit vor uns liegen. Die Gemüseproduktion werden wir jedenfalls reduzieren müssen, da uns sonst im Oktober das Wasser ausgehen wird.
Die Maisernte, die so wichtig ist für die Ernährung der Menschen hier, fällt sehr unterschiedlich aus. Die frühen Saaten die dann ab und zu gerade zur rechten Zeit etwas Regen hatten, sehen ganz gut aus, aber da sehr viel spät gesät wurde, wird die Ernte sicherlich die schlechteste seit 10 Jahren werden. Selbst wenn wir jetzt noch Regen erhalten sollten, wird das dem Mais nichts mehr nutzen. Da wir einige gute Maisjahre hatten, haben die meisten Bauern den Hirseanbau wieder vernachlässigt. Hirse kommt mit so unbeständigem Regen wesentlich besser zurecht als Mais.

An der Grundschule wird der neue Lehrplan eingearbeitet. Es gibt wie nicht anders zu erwaten viele Probleme damit. Wie wir mit der Umstellung besonders in der 8. Und 9. Klasse umgehen werden, wird sich erst in einigen Wochen rausstellen. Es besteht die Möglichkeit, daß wir Good Hope wieder auf eine 7-klassige Schule reduzieren werden, aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Meine Eltern, Heinz und Ruth werden dem Alter entsprechend gebrechlicher. Da ist es gut, daß dieses Jahr ihr Enkel Amadeus bei ihnen wohnt und ein bißchen „aufpassen“ kann.

Für heute schicke ich herzliche Grüße und hoffe, daß bis in 10 Tagen der Frühling so richtig ausbricht in Deutschland

Euer Klaus mit Familie und Mitarbeitern

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