Liebe Freunde,

Seit dem 8. Mai sind wir zurück von unserer Reise in Deutschland und der Schweiz. Es waren sehr schöne Tage, wir haben sehr viel Ermutigung erfahren. Mit unsern Enkeln auf einem Raddampfer auf der Elbe von Königstein nach Pirna zu fahren war sicher einer der Reisehöhe-punkte. Wir haben es sehr genossen.

Während der ersten Woche in Deutschland war Christiane beim Kardiologen, wie ich geschrieben hatte. Mehrer Untersuchungen und verschiedene EKGs später, stellte der Arzt fest, dass Christianes Herz keinen Stint oder andere Operation braucht. Sie soll die Medizin, die ihr der Arzt hier in Sambia schon gegeben hatte, weiter nehmen und nach einem halben Jahr wieder EKG und Blutuntersuchung machen lassen.

Gegen Ende unserer Reise waren wir ein paar Tage in der Schweiz. Amadeus und Daniel in Zürich haben eine wirklich tolle neue Homepage für Good Hope kreiert, die aber noch nicht im Internet aktiviert ist, da wir noch Beiträge sortieren, Übersetzungen (Englisch und Deutsch) vervollständigen müssen usw. Ich weiß, dass dieses Projekt schon lange auf Fertigstellung wartet, aber nun haben Michael Göbbels und Michael Friederici (beide aus der Rhein-Main Metropole) Zugang zu der neuen Seite und wir werden das Ganze nun in den nächsten Wochen fertigstellen. Ich denke Daniel und Amadeus haben da tolle Arbeit geleistet, sie sind aber beruflich so eingespannt, dass sie die Zeit nicht regelmäßig haben, um da dran zu bleiben.

Neue Brunnen

In früheren Briefen war von den beiden Brunnen die Rede, die wir im November hatten bohren lassen. Die Pumpen und Leitungen waren endlich einen Tag nach unserer Abreise hier eingetroffen. Unsere Angestellten haben einiges vorbereitet und nun haben wir in den letzten fünf Tagen ganz fleißig gearbeitet und heute – 17.5. – haben wir den ersten der beiden Brunnen in Betrieb genommen. Eine ganz tolle Sache, denn wir werden die nächsten Monate dieses Wasser auch dringend brauchen. Ein großes Geschenk, wir sind sehr dankbar dafür.

Das erste Probe pumpen des neuen Brunnens

Im April, während wir in Deutschland waren hat es noch einige male geregnet. Die Regenmenge für die ganze Regenzeit ist immer noch sehr niedrig, aber bei unserer Rückkehr am 8. Mai war alles doch grüner als wir erwartet hatten. Für die Maisfelder war dieser Regen viel zu spät, aber der Weide für die Rinder hat das noch richtig gut getan.

Die Wassersituation wird uns noch den Rest des Jahres beschäftigen. Der Strom in Sambia kommt von Wasserkraftwerken am Sambesi und am Kafue Fluss. Die Wasserstände, die nach einer normalen Regenzeit so gegen Ende April den höchsten Punkt erreichen, gehen dieses Jahr schon seit März zurück. Offiziell ist noch nichts bekannt, aber wir rechnen damit, dass der Strom ab Juni oder Juli mehrmals in der Woche in Teilen Sambias abgeschaltet wird. Da ist es gut, dass wenigstens drei unserer Brunnen mit Solar-pumpen betrieben werden können. Obwohl uns diese Technik in den letzten drei Jahren einige Probleme aufgab, denken wir, dass wir die „Kinderkrankheiten“ dieser neuen Technologie inzwischen überwunden haben.

Für heute grüßen wir Euch ganz herzlich

Eure Klaus und Christiane Müller